Mehrparteienwohnhaus in Hamburg

Aufgabe war es, ein Mehrparteien-Wohnhaus in bester hamburger Lage, an der Westseite der Außenalster, zu planen. der Qualität des Standortes entsprechend sollten die Wohneinheiten großzügig und für eine anspruchsvolle Käuferschicht geplant werden.

Das zu beplanende Grundstück liegt im Hamburger Stadtteil Harvestehude, einer besonders exquisiten Gegend, in der außer hochwertigem Wohnen viele Konsulate sowie weitere repräsentative Büronutzungen angesiedelt sind. Direkt am Ufer der Außenalster gibt es einen parkartigen Grünstreifen, das sogenannte Alstervorland. Dahinter verläuft der Harvestehuder Weg, eine Straße, über die auch das von uns bearbeitete Grundstück erschlossen wird. Westlich dieser Straße steigt das Gelände sanft an, so dass die durchgängig von der Straße zurückgesetzte in der Regel zwei- bis dreigeschossige Bebauung zwischen vier und acht Meter über dem Niveau der Wasserfläche liegt. So ist neben einer größeren Privatheit durch den Abstand zur Straße vor allem ein attraktiver Ausblick auf die Außenalster sowie aus den oberen Geschossen bis auf die Innenstadt gewährleistet. Bemerkenswert ist des Weiteren der an einen Park erinnernde Bestand an überwiegend alten Bäumen, der sowohl das Alstervorland als auch die angrenzenden Grundstücke füllt.

Aus der Überlegung heraus, die oben genannten Qualitäten wie Privatheit und Ausblick zu erhalten, wird das Gebäude auf der Stelle positioniert, die auch der derzeitige Bestand besetzt. Um eine bestmögliche Flächenausnutzung zu gewährleisten, wird ein Kubus vorgeschlagen, der in seiner horizontalen wie vertikalen Ausdehnung auf das Grundstück optimiert ist. Horizonta wird der Kubus in drei mal drei Felder aufgeteilt, vertikal in vier Obergeschosse sowie ein Tiefgeschoss. Während das Tiefgeschoss dienende Funktionen wie Parken sowie Abstellflächen und die Haustechnik beinhaltet, befinden sich die von uns vorgesehenen vier Wohneinheiten in den Obergeschossen. Besonders wichtig war uns hierbei, dass jeder der vier Parteien mehr als eine Perspektive auf das Wasser geboten werde. Aus diesem Grund sind die Wohneinheiten nicht klassisch übereinander gestapelt, sondern wie in obiger Übersicht gezeigt auf der Basis der drei mal drei Felder skulptural ineinander geschlungen. Darüber hinaus erscheint die durch diese Verzahnung erreichte Mehrgeschossigkeit innerhalb jeder Wohneinheit als besondere Qualität, da hierdurch eher Assoziationen an ein Haus als an eine Wohnung entstehen. Es bilden sich weite, offene und fließende Räume, die durch Holzboxen, welche die Bäder, Ankleiden und Küchen, sowie Garderoben und Abstellräume beinhalten, gegliedert werden. Nach Bedarf können einzelne Räume bzw. Wohnungsabschnitte mit Milchglas-Schiebeelementen voneinander abgetrennt werden, um so beispielsweise ungestörte Privatheit gleichzeitig mit einem repräsentativen Empfang stattfinden zu lassen. Um den skulpturalen Charakter des Gebäudes nicht zu verwässern, wird auf auskragende Elemente wie Balkone oder Terrassen verzichtet. Stattdessen lässt sich in jedem Aufenthaltsraum ein Teil der Fassade aufschieben, so dass eine Art Loggia entsteht. In Kombination mit dem aus leichtem Gewebe bestehenden, aussenliegenden Sonnenschutz sowie innenliegenden vorhängen lässt sich so die Trennung zwischen innen und aussen beliebig steuern.