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Der Architekt – Was wünscht er sich vom Bauherrn?

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Lassen Sie uns genug Zeit zum planen. Freunden Sie sich mit der Entwurfsidee an und lassen Sie sich die Intentionen erklären. Denken Sie sich rechtzeitig in den Plan ein und fragen Sie, falls Ihnen etwas unklar ist, sofort nach. Sprechen Sie direkt an, was Ihnen gefällt und was vielleicht anders werden sollte. Als Architekten brauchen wir diesen Gedankenaustausch, damit der Entwurf, zu Ihrer vollen Zufriedenheit, optimiert werden kann, bevor es los geht.

Und ändern Sie nichts wesentliches mehr, wenn der Bauantrag eingereicht ist.

Der Architekt –Wie steht er zum Bauherrn?

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Der Architekt ist nicht nur beauftragter Entwerfer und Planer, ist vor allem Berater und Treuhänder seines Bauherrn. Er setzt dessen Vorstellungen in Pläne um, berät ihn (in einigen Fällen bereits bei der Grundstückssuche), entwickelt ein brauchbares Programm und betreut das Bauvorhaben bis zur Fertigstellung.

Er wahrt die Belange des Bauherrn in jeder Hinsicht, er zeigt ihm die Tragweite von Entscheidungen auf, er schützt ihn vor Übervorteilungen und bewahrt ihn nach Möglichkeit vor Fehlentscheidungen.

Der Architekt –Versucht er, seine eigenen Denkmäler zu bauen?

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Manche glauben das. Mag sein, dass das für manche Architekten auch zutrifft.

Die Frage beantworten wir für uns so: Wir wollen uns kein Denkmal setzen. Wir wollen den Auftraggeber zufrieden stellen. Wir wollen die Möglichen von Gestalt, Konstruktion, Material, Raumproportion und Farbe ausschöpfen. Wenn dieses Bemühen, dann auch zu bemerkenswerter und gelungener Architektur führt, nützt es dem Bauherrn, erfreut die Allgemeinheit ehrt den Architekten.

Der Architekt – Wie arbeitet er?

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Die Arbeit der Architekten beginnt mit der Grundlagenermittlung. Der Architekt berät den Bauherrn und klärt die Aufgabenstellung.

In der Vorplanung werden diese Ergebnisse mit den Wünschen des Auftraggebers in Einklang gebracht: Ein Planungskonzept wird mit ersten Skizzen erarbeitet. Bei schwierigeren Fällen kann zusätzlich eine Bauvoranfrage eingereicht werden, die die Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens klärt.


Hat sich der Auftraggeber für eine Vorplanungsvariante entschieden, beginnt mit der Entwurfsplanung die stufenweise Durcharbeitung des Konzepts. Andere Fachleute, z.B. der Statiker, werden einbezogen und mit den Behörden Vorgespräche geführt.

 

Der nächste Schritt ist die Genehmigungsplanung. Die Pläne werden mit Verwendung der Beiträge anderer Fachleute vervollständigt und bei der Bauaufsichtsbehörde eingereicht.

 

Nach der Genehmigung des Vorhabens beginnt die Ausführungsplanung mit allen wesentlichen Details für die Bauausführung.

Zugleich erstellt der Architekt für die Vorbereitung der Vergabe Aufträge an die Firmen  Massenermittlungen und Leistungsverzeichnisse. Der Architekt berät bei der Auftragsvergabe.


Der Bau beginnt – im Rahmen der Bauleitung steuert und kontrolliert der Architekt den Baufortschritt. Er prüft eingehende Rechnungen, überwacht die Beseitigung etwaiger Mängel bei der Bauausführung.

 

Nach Fertigstellung wird das Gebäude dokumentiert und übergeben. Der Architekt steht im Rahmen der Objektbetreuung innerhalb der Gewährleistungszeit für eventuelle Nachbesserungen der Baufirmen beratend zur Seite und kümmert sich um die mangelfreie Fertigstellung.

Der Architekt – Was tut er?

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Der Architekt berät und organisiert nach den Bedürfnissen des Bauherrn und den Erfordernissen der Aufgabe. Er hört die Wünsche des Bauherrn an, reflektiert sie und berät. Zusammen mit dem Bauherrn analysiert er den Bedarf, entwickelt Konzepte und konkretisiert aus den Wünschen eine klare Aufgabenstellung als Arbeitsgrundlage. Dabei hat er die äußeren Zwänge - meist die Faktoren Baugrund, Geld und Zeit - von Anfang an zu berücksichtigen.

Der Architekt entwirft. Er sondiert das Machbare verhandelt mit den Behörden und reicht die Genehmigungsunterlagen ein.

Der Architekt konstruiert und detailliert, holt Angebote ein und prüft sie kritisch.Er überwacht die Bauausführung und kontrolliert die Handwerkerrechnungen. Und bei all diesen verschiedenartigen Tätigkeiten darf er selbstverständlich eines nie aus dem Blick verlieren: das Budget.

Die nötigen Arbeitsschritte des Architekten hat der Gesetzgeber in einem Leistungsbild sammengefasst. Am Ende dieser Tätigkeiten entsteht idealerweise ein Bauwerk, das den Bedürfnissen und Wünschen des Auftraggebers entspricht, langlebig und wohlgestaltet ist und damit werthaltig bleibt. Dabei muss nicht nur die Errichtung im Kostenrahmen geblieben sein, auch die Wirtschaftlichkeit bei der Nutzung muss gewährleistet sein.

Außer Neubauten gibt es natürlich noch viele andere Aufgabenstellungen an den Architekten: Umbauten und Instandsetzungen, Innenraum- und Freianlagengestaltungen, städtebauliche Planungen, Verkehrsanlagen und vieles mehr. Im übertragenen Sinne, gilt hierfür das gleiche.

Der Architekt – Was ist er?

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Ein Techniker, sagen die einen. Ein Künstler sagen die anderen. Ein Manager meinen manche. So gesehen ist das alles zu oberflächlich und nicht unbedingt treffend.

Der Gesetzgeber hat seine Aufgaben so definiert: "Berufsaufgabe des Architekten ist die gestaltende, technische und wirtschaftliche Planung von Bauwerken oder im Städtebau", wozu auch "die Beratung, Betreuung und Vertretung des Bauherrn in den mit der Planung und Durchführung eines Vorhabens zusammenhängenden Fragen sowie die Überwachung der Ausführung" gehört.

Wir sehen das auch so: Zuallererst ist der Architekt der Berater und Sachwalter des Bauherrn. Daran orientieren sich alle anderen Tätigkeiten: als Entwerfer, Gestalter, Verhandlungspartner bei Behörden, Konstrukteur, Techniker, Organisator, und so weiter…

Was ist ein Blower-Door-Test?

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Es ist immer wieder zu hören, dass Gebäude atmen müssen, und niemand wie in einer Plastiktüte wohnen möchte. Selbstverständlich muss ein bewohntes Gebäude ausreichend belüftet werden, aber dies sollte nicht durch eine undichte Gebäudehülle, sondern über das kurzzeitige Öffnen von Fenster und Türen oder aber über Lüftungsanlagen erfolgen. In einem tropischen Gewächshaus aus Glas käme keiner auf die Idee, dass hier eine lebensfeindliche Atmosphäre herrschen könnte. Glas ist aber bei weitem dichter als jede Plastiktüte.

Die Herstellung einer dichten Gebäudehülle, eventuell auch unter Verwendung von Kunststofffolien, verhindert aber bei fachgerechter Ausführung Feuchtigkeitsschäden besonders im Wand- und Dachbereich. Luftdichte Gebäude sind behaglicher, weil Zuglufterscheinungen vermieden werden können. Außerdem benötigen sie weniger Heizenergie. Um die Luftdichtigkeit eines Hauses feststellen zu können, wurden spezielle Ventilatoren entwickelt: Gebläse, die in Haustür oder Fenster gespannt werden und die eine definierte Menge an Luft hinaus- oder hineinblasen. Der Druckverlust, der durch Leckagen zustande kommt, kann so einfach gemessen werden. Um mit geringem Energieeinsatz eine große Wohnbehaglichkeit zu erreichen, sollte die Außenhülle eines Gebäudes möglichst luftdicht sein. Hier gewinnen Sie durch den im Fachjargon "Differenzdruck-Messverfahren" oder "Blower-Door-Test" genannten Luftdichtigkeitstest wertvolle Erkenntnisse.
Der Test simuliert eine konstante Windlast auf das untersuchte Gebäude. Mögliche Leckagen werden aufgespürt und die Luftwechselrate bestimmt.
Die EnEV (Energieeinsparverordnung) honoriert die Durchführung der Blower-Door-Messung. Bei Niedrigenergiehäusern und Passivhäusern ist der Nachweis inzwischen Pflicht.

In eine Bauwerksöffnung (z.B. Fenster, Tür) wird ein spezieller Ventilator  luftdicht eingebaut. Dieser Ventilator, der in Größe und Leistung definiert ist, wird entweder Luft hinaus drücken oder auch herein saugen. Dadurch entsteht eine Druckdifferenz zwischen Außen und Innen. Der Luftverlust eines Gebäudes wird messbar.
Dieser gemessene Luftverlust wird durch den Wert "n50" beziffert. Dieser sagt aus, wie hoch die "Luftwechselrate" während einer Stunde innerhalb des Gebäudes ist. Der Blower-Door-Test dient auch als ein Qualitätsmerkmal bei der Erstellung von Neubauten.

Keller ...oder nicht?

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Wer ein Haus baut, wünscht sich Lebensqualität und Komfort, ausreichend Wohn- und Abstellflächen. Braucht man dafür auch einen Keller? Diese Entscheidung ist abzuwägen. Denn Kosten und Aufwand für den Kellerbau sind erheblich.

Das Problem: Nutzung und Wirtschaftlichkeit rechtzeitig klären. In Ballungsräumen sind Kellerräume wertvolle Ergänzung teuren Wohnraums. Deren Nutzung kann sich vom Gästezimmer über Hobbyecken für sportliche Aktivitäten, Werkstatt, Hauswirtschaftsräume bis hin zu diversem Stauraum erstrecken. Allerdings hat eine geplante Nutzung – beispielsweise als Nassraum - großen Einfluss auf die baulichen Anforderungen. Deshalb ist das Raumkonzept des Hauses einschließlich der optimalen Kellernutzung bei der Planung frühzeitig zu klären. Zu berechnen ist vor allem, ob die Kosten für einen Keller gegenüber dem zu erzielenden Raumgewinn wirtschaftlich vertretbar sind.

Worauf kommt es an? Voraussetzung für ein funktionierendes Kellergeschoss ist ein Baugrundgutachten, um die Höhe des Grundwasserspiegels und die Tragfähigkeit des Untergrundes zu prüfen. Statik und Dimensionierung des Kellers hängen davon ab. Mit genauer Kenntnis der Baugrundverhältnisse lassen sich Bodenaushub, eine möglicherweise notwendige Wasserhaltung während der Baumaßnahme und gegebenenfalls eine Bodenverbesserung oder Bodenaustausch festlegen. Für die Kalkulation der Kosten spielt das eine erhebliche Rolle.

Wichtig: Anforderungen an Dichtheit beachten Die Höhe des Grundwasserspiegels oder vorhandenes Schichtenwasser ist Grundlage für die Dichtheit des Kellers. Je nach künftiger Nutzung der Kellerräume sind deren klimatischen Bedingungen festzulegen. Ein Gästezimmer zieht andere Anforderungen nach sich als ein Lagerraum. Zu klären ist, ob das öffentliche Abwassernetz eine natürliche Entwässerung der Kellerräume zulässt. Im aufwändigsten Fall muss eine Hebeanlage für Schmutzwasser installiert werden.

Fehler vermeiden: Wetterkapriolen vorbeugen Nur territorial begrenzt kann ein Keller ins trockene Erdreich hinein gebaut werden. Witterungsverhältnisse sind immer öfter durch Starkregen oder kalte Winter geprägt. Ein einst niedriger Grundwasserstand kann durch vermehrte Regengüsse überproportional ansteigen. Dann steht ein nur gegen Bodenfeuchtigkeit abgedichteter Keller plötzlich im Wasser und erleidet Feuchteschäden. Deshalb sollte das Kellermauerwerk so hergestellt werden, dass von aufstauendem Sickerwasser oder drückendem Wasser keine Gefahren ausgehen.

Entscheidend: Langlebigkeit und bautechnische Qualität Erfordernisse für Langlebigkeit und Nutzung des Kellers beeinflussen die bautechnische Qualität der Ausführung. Zumeist werden Kellerwände aus großformatigen Mauersteinen, aus vergossenem Beton oder Betonfertigteilen montiert. Entscheidend ist die sorgfältige Abdichtung gegen Feuchte im Erdreich. Dabei müssen durchdringende Bauteile wie Wasserrohre, Elektroanschlüsse etc. sowie Kellerlichtschächte der Dichtheit angepasst werden. Niederschlagswasser darf nicht über vernachlässigte Kellerfenster den Keller fluten können.

Ernstnehmen: gute Dämmung sichert energetische Effekte und Förderung Es empfiehlt sich, den Keller komplett und ausreichend zu dämmen. Dabei sollte neben der in Auge gefassten Nutzung das energetische Konzept des Hauses berücksichtigt werden. Wer Gelder aus KfW-Programmen für energieeffizientes Bauen und Modernisieren beantragen will, muss energetische Kriterien erfüllen. Dabei orientiert sich der Wärmeschutz des Gesamtbauvorhabens immer an den gesetzlichen Mindestanforderungen

Nachhaltig Energiekosten sparen – trotz oder gerade wegen der geplanten Gaspreissenkung zum 1. Oktober 2009

Dieses Einfamilienwohnhaus steht am Rande eines bevorzugten Wohngebietes in Paderborn, direkt am Waldrand des Naherholungsgebietes Fischteiche. Der Wunsch der Bauherren bestand darin, einen neuen, lichtdurchfluteten Büroraum zu schaffen. Es lag also nahe, diesen als Teilaufstockung auf der vorhandenen Erweiterung des Wohnzimmers zu errichten.